Zwei neue Trauerbegleiterinnen im Ambulanten Hospizdienst Bergedorf

Von Mai 2018 bis Juni 2019 haben Andrea Gusmann und Renate Tix, ehrenamtliche Mitarbeiter*innen des Hospizdienst Bergedorf e.V.  an der Qualifizierung zur Trauerbegleitung (Grundstufe) teilgenommen.

Diese Weiterbildung wurde durchgeführt vom Hamburg Leuchtfeuer Lotsenhaus und gefördert von der Stiftung Haus im Park (SHIP).

Unter anderem waren die Vermittlung von Trauermodellen und - Prozessen, Methoden der Begleitung, systemische Zusammenhänge, Kommunikation und Gesprächsübungen sowie Fallbesprechungen und Selbstfürsorge Inhalt dieser Weiterbildung.

Sowohl Frau Gusmann als auch Frau Tix werden für den Hospizdienst als Trauerbegleiter*innen Einzelgespräche anbieten.

Somit stehen dem Hospizdienst Bergedorf 11 Trauerbegleiter*innen zur Verfügung.

Für die Förderung und Finanzierung beider Ausbildungen ist der Hospizdienst sehr dankbar!

 

 

Renate Tix (links):

„Sowohl inhaltlich als auch durch den Austausch in der tollen Gruppe hat mich diese Ausbildung sehr bereichert. Diese Vielseitigkeit klingt immer noch nach und reizt, sich mit dem einem oder anderem Thema weiter zu beschäftigen.

Bei jeder Sterbebegleitung ist ja auch immer Trauer ein Thema – deshalb fühle ich mich gut vorbereitet, auch die Trauer im Blick zu haben.

Danke dafür!“

 

Andrea Gusmann:

„Das schönste, was du jemandem schenken kannst, ist Zeit…Denn damit schenkst du ein Stück von deinem Leben!

Ich kann wieder etwas weitergeben, Zeit schenken im Rahmen meiner ehrenamtlichen Tätigkeit.

Ich danke Ihnen von Herzen für meine Fortbildung!“


Neue Begleiterinnen verstärken das Team des Hospizdienst Bergedorf e.V.!

Seit dem 24..Juni wurde das Team des Hospizdienst Bergedorf e.V. um sechs Begleiterinnen bereichert.

 

Nach einer Abschlussrunde nahmen 11 Teilnehmerinnen und ein Teilnehmer ihre Urkunden über die Teilnahme zur Qualifikation der ehrenamtlichen Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen entgegen.

In den vergangenen sechs Monaten traf sich die engagierte Gruppe aus Bergedorf und Reinbek zu 14 wöchentlichen Abenden, um in Themen wie Gesprächsführung, Selbst- und Fremdwahrnehmung, Eigenfürsorge und Demenz geschult zu werden. Die 7 Themensamstage beinhalteten neben „handfesten“ Pflegehilfen auch das Wissen um Symptom- und Schmerzkontrolle oder die Themen Spiritualität und Trauer.

 

Nach Beendigung ihres Praktikums werden nun jeweils sechs Teilnehmer*innen in Bergedorf und Reinbek ehrenamtlich tätig sein.

Die Motivation, nun „loslegen zu können“ ist sehr ausgeprägt: Jede/r freut sich auf die spannende Herausforderung, fremden Menschen in einer schwierigen Situation näher zu kommen und ein wenig Unterstützung leisten zu können.

 

Die Teilnehmerinnen wurden durch den Kurs sehr bewegt: Jede/r einzelne hat für sich dazulernt - auch für das eigene Leben neben dem Ehrenamt. Alle sind mit viel Neugierde in den Kurs gegangen und diese wurde nicht enttäuscht. „Handwerkszeug“ für schwierige Momente, Stille aushalten zu lernen, Dinge nicht persönlich zu nehmen, dies und vieles mehr haben die Absolvent*innen anschließend geäußert.

Der Zusammenhalt in der Gruppe hat ermuntert offene Gespräche zu ermöglichen. „Der Tod hat seine Abstraktion verloren, ich trete nun allem ruhiger entgegen.“, so ein Resümee.

Ganz wichtig für alle angehenden ehrenamtlichen Sterbebegleiter*innen: Die Selbstfürsorge. Denn nur wer für sich gut sorgt, kann auch für andere gut sorgen. Während all der Freude über den Abschluss kam ein Ausspruch von ganzen Herzen: “Mein Bauchgefühl sagt mir, ich bin am richtigen Platz angekommen!“

 

Die Stiftung Haus Im Park (SHIP) hat diesen Kurs mit 1200 € gesponsert. Diese Summe entspricht in etwa der Kursgebühr für zwei Teilnehmer*innen. Über diese finanzielle Entlastung ist der Verein sehr dankbar!

 

Wer die  ist (Tel. 040 72106672) Hilfe des Hospizdienst Bergedorf e.V. benötigt wendet sich bitte an die Hotline, die rund um die Uhr besetzt ist.


Clown und Hospizdienst? – wie passt das zusammen?

Um diese Frage zu klären fanden sich 19 Begleiterinnen und Begleiter am 23. Februar im Hospizverein Bergedorf zu einer Fortbildung zusammen mit ungewissen Vorstellungen, was da nun passieren sollte. Die Leitung hatte Clown Pölli alias Kristina Müller von den Hamburger Klinik-Clowns. Diese „Clowns in Medizin und Pflege“ wurden in Hamburg 2013 mit dem HanseMerkur Preis für Kinderschutz ausgezeichnet. Sie arbeiten in Krankenhäusern, Pflegeheimen, dem Kinderhospiz Sternenbrücke und mit Flüchtlingen.

Wir konnten Gemeinsamkeiten zwischen der Clownsarbeit und der Begleitung schwerkranker Menschen entdecken. In beiden Fällen muss man sich einlassen und Achtsamkeit ist der zentrale Punkt. Darüberhinaus diente der Workshop der Teambildung. 

 

Die Idee hat der Stiftung Haus im Park (SHIP) so gut gefallen, dass sie diesen Tag komplett gefördert hat!

Vielen Dank dafür!

 

Eine gute Art indirekt ein Thema anzusprechen, führte uns Frau Müller mit ihrer „Puppe“ Nick vor. Einen einfachen Stock oder einen Kochlöffel als Gesprächspartner zu nutzen hat uns zum Staunen gebracht. Es machte viel Spaß diese Übung selbst durchzuführen.

Am Ende des Seminars bekamen die „frisch geschlüpften Clowns“ eine rote Nase.

Frau Müller hat uns herzerfrischend durch den Tag geführt. Wir waren dankbar diesen Tag erlebt zu haben. Es war weit mehr als alle erwartet haben und die Achtsamkeitsübungen haben uns bereichert.